Johnossi

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johnossi interview
kategorie: Feuilleton
label: BMG
genre: Alternative, Indie, Rock
medium: CD
sparte: Interview

VÖ: 28.02.2020

Seit heute ist die neue Scheibe Torch // Flame von Johnossi erhältlich und die gleichnamige Tour beginnen die zwei musikalischen Best-Buddies im Klein-Paris des Ostens, dem schönen Leipzig. Seit 2004 starten die beiden zusammen durch und begeistern durch authentischen Rock der Marke Indie/Alternative mit unwiderlegbarem Wiedererkennungswert. Wir haben die sympathischen Schweden für euch zum Interview gebeten …

Ich mag den Song „Family Values“ von eurem ersten Album sehr gern. Wie wichtig sind euch diese heute?

Für mich ist Familie einfach alles. Du kannst dir deine Familie nicht aussuchen und das ist das Schöne daran. An guten und an schlechten Tagen hängt man aufeinander, gibt Rückhalt, wenn dieser gebraucht wird, und spricht auch mal ein Machtwort, wenn dies notwendig ist. Ich bin wirklich dankbar für die Ehrlichkeit und Liebe, die ich von meiner Familie bekomme.

Wie würdet ihr den Einfluss eures Heimatlandes Schweden auf eure Musik beschreiben?

Als wir die Band gründeten gab es gerade viele erfolgreiche schwedische Rockbands, die uns zum einen Inspiration lieferten, aber auch zeigten, dass wenn du hart arbeitest und ein Ziel vor Augen hast, du es auch schaffen kannst. Wir tourten mit Bands wie „The Soundtrack of our Lives“, „Mando Diao“ und „The Hives“. All diese hatten großen Erfolg auch außerhalb von Schweden. Wir dachten uns einfach: Na wenn die das können, können wir das auch! Das richtige Mindset zu haben, macht so viel aus. Hätten wir Johnossi heutzutage gegründet mit all dem HipHop und urbanem Pop, der die Charts dominiert, wären wir wahrscheinlich nicht so selbstsicher an die Sache rangegangen.

Was ist eure früheste Erinnerung in Zusammenhang mit Musik?

Ich kann mich erinnern wie ich als kleiner Junge durch die Plattensammlung meines großen Bruders stöberte, wenn er nicht zu Hause war. Ich spielte alles von B. B. King bis Depeche Mode, allerdings auf kleinster Lautstärke, damit ich hören konnte, wenn er zurückkam. Dann stellte ich sie zurück an die richtige Stelle und rannte in mein Zimmer. Er gab mir später sehr viele Mix-Tapes und auch meine ersten CDs von Jimi Hendrix, den Dire Straits und Bob Dylan.

Erinnert ihr euch an den ersten Song, den ihr zusammen gespielt habt?

Live vor Publikum müsste das entweder „Man must Dance“ oder „Execution Song“ gewesen sein. Das waren die ersten Songs, die wir geschrieben haben und wir spielen sie immer noch live nach 15 Jahren. Und die Leute scheinen sie noch genauso zu mögen.

Welche Charaktereigenschaft schätzt ihr am meisten an einer Person?

Vertrauen und Humor.

In früheren Interviews habt ihr euch als „Slacker“ (Faulenzer) in eurer Jugend beschrieben … heute scheint ihr mir sehr fokussiert und bestimmt zu sein, in dem was ihr tut. Wie kam es zu diesem Wandel?

Wenn du eine Bestimmung im Leben findest, ist es einfach sich davon mitreißen zu lassen. Ich denke, es ist der einzige Weg um wirklich 100% für eine Sache zu geben. Als wir jünger waren, war es unser Lebenssinn Videospiele zu zocken und Weed zu rauchen. Heute ist es Musik.

Das Video zu eurem neuen Song „Echoes“ erinnert an alte Horrorfime. Welcher ist euer Lieblings Horror- oder Splatterfilm?

Ich bin nicht so wirklich für Splatterfilme, aber ich mag die frühen Werke von Peter Jackson wie „Braindead“ und „Bad Taste“.

Wenn ihr euch eine Superheldenkraft aussuchen könntet, welche wäre es?

Laserstrahlen aus den Augen schießen können!

Wie ist euer Verhältnis zu Social Media?

Persönlich habe ich dazu kein Verhältnis, aber Johnossi hat es. Es ist der beste Weg mit denen, die an uns interessiert sind, in Kontakt zu bleiben. Als ich aufwuchs, gab es ein großes Mysterium um Bands und Künstler. Ich stand stundenlang neben meinem Videorecorder, immer bereit die Record-Taste zu drücken im Fall Kurt Loder sagt irgendwas über Nirvana. Heutzutage sind manche Fans enttäuscht, wenn ihre Idole nicht jeden Scheiß innerhalb von 10 Sekunden posten. Ich will nicht sagen, dass die Zeiten damals besser waren … aber sie waren es, oder?

Ihr wollt noch mehr über Johnossi erfahren? Zur Rezension des aktuellen Johnossi-Albums Torch // Flame geht es hier entlang …

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