Total War: Rome ll

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total war rome 2 pc cover
kategorie: Spiel
genre: Strategie
publisher: SEGA
plattform: PC

VÖ: 03.09.2013

Im neuesten Ableger der mittlerweile 13 Jahre alten „Total War“-Reihe führt euch der britische Spieleentwickler Creative Assembly zurück ins Jahr 272 vor Christus und damit in die Expansionszeit des römischen Reiches.

Das grundlegende Spielprinzip der Serie ist eine Mischung aus globaler Rundenstrategie und Echtzeittaktik. Dieses Prinzip bleibt natürlich auch im neuesten Teil unangetastet: Auf der Übersichtskarte verwalten wir unsere Provinzen, indem wir Steuern eintreiben, Gebäude bauen, für Zufriedenheit unserer Untertanen sorgen, nach Rohstoffen suchen, forschen und diplomatische Beziehungen pflegen. Treffen wir auf feindliche Einheiten, berechnet das Spiel dynamisch aus den Positionen der Armeen und der Umgebung das Schlachtfeld. Auf diesem setzt sich das Geschehen nun in Echtzeit fort. Das Kampfgeschehen findet aber auch hier im großen Stil statt: Anstelle einzelner Infanteristen kontrollieren wir ganze Verbände.

Zu Beginn des Spiels stehen euch nicht nur die Römer zur Verfügung. Insgesamt neun spielbare, historische Fraktionen stehen zur Auswahl, darunter etwa auch die Karthager, Ägypter und Kelten, welche alle über etwas unterschiedliche Stärken und Schwächen verfügen.

Theoretisch gibt es drei verschiedene Möglichkeiten das Spiel siegreich zu beenden: militärische Eroberung, wirtschaftliche oder kulturelle Dominanz. Die Siegbedingungen sind im Hinblick auf die Anzahl der zu kontrollierenden Siedlungen von Fraktion zu Fraktion leicht unterschiedlich.

Grafisch ist „Total War: Rome II“ stellenweise sehr beeindruckend und überzeugt mit großartig inszenierten Massenschlachten und wunderschönen Schlachtfeldern. Historische Schlachten, wie die Hermannsschlacht im Teutoburger Wald, dürften optisch selbst Menschen beeindrucken, die ansonsten keinerlei Interesse an Videospielen haben.

Die künstliche Intelligenz agiert jedoch leider (serientypisch) nur mäßig klug. Dies gilt sowohl für den globalen Rundenmodus als auch für die Echtzeitschlachten. Bei letzteren kommt es schon mal vor, dass die feindlichen Einheiten nur auf dem Schlachtfeld hin und her rennen, anstatt anzugreifen. Im Rundenmodus werden Truppen aus nicht nachvollziehbaren Gründen dort abgezogen, wo wir gerade angreifen und Provinzen schutzlos zurückgelassen. Derartige Probleme treten unabhängig vom Schwierigkeitsgrad auf.

Bezüglich der KI wurde jedoch vom Entwickler bereits Abhilfe versprochen und einige Patches sind bereits erschienen. Von einer guten KI, welche die Möglichkeiten, die das Spiel bietet, tatsächlich ausnutzt, kann jedoch nach wie vor keine Rede sein. Zu erwähnen sind noch die recht langen Ladezeiten zwischen den Runden auf der Übersichtskarte, während man darauf wartet, dass die Züge der computergesteuerten Fraktionen berechnet werden.

„Total War: Rome II“ ist trotz dieser Fehler ein gelungenes Strategiespiel. Die Schwächen der KI sind zwar insbesondere deswegen ärgerlich, da das Hauptaugenmerk des Spiels auf der Einzelspielerkampagne liegt und die Fehler gelegentlich sehr die Atmosphäre beeinträchtigen. Das Gesamtpaket ist jedoch trotzdem gut: Die altbewährte Verknüpfung von Runden- und Echtzeitstrategie funktioniert noch immer wunderbar und ist etwas zugänglicher geworden, ohne dabei jedoch an Komplexität einzubüßen.

Natürlich haben wir zum Spiel auch wieder eine ansehnliche Verlosungsaktion … Einfach eine Mail an win@reziportal.de und Daumen drücken, dass ihr ein T-Shirt, Mousepad oder das Spiel in der Standard-Edition abstaubt.

PRO:

  • bewährte Kombination aus Rundenstrategie und Echtzeittaktik
  • fantastische grafische Darstellung
  • ordentlicher Spielumfang

CONTRA:

  • teils sehr dämliche künstliche Intelligenz

4/5

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